rechtliches 13.05.2026

BGH-Urteil zu Kontogebühren: Banken setzen Entscheidung oft nicht korrekt um

BGH-Urteil zu Kontogebühren: Banken setzen Entscheidung oft nicht korrekt um

Im April 2021 entschied der Bundesgerichtshof, dass Banken keine fingierten Zustimmungen zu Gebührenerhöhungen nutzen dürfen.

Im April 2021 entschied der Bundesgerichtshof, dass Banken keine fingierten Zustimmungen zu Gebührenerhöhungen nutzen dürfen. Wer nicht aktiv widersprochen hatte, galt automatisch als einverstanden — das erklärte das Gericht für unwirksam. Betroffene Kunden haben seitdem grundsätzlich das Recht, zu viel gezahlte Kontogebühren zurückzufordern. Doch ein Jahr nach dem Urteil zeigt die Praxis: Viele Banken erstatten nicht freiwillig. Verbraucher berichten von abgelehnten Erstattungsanträgen, unklaren Auskünften und langen Wartezeiten. Verbraucherzentralen und Gerichte sind weiterhin mit Beschwerden und Klagen beschäftigt. Wer Ansprüche geltend machen will, sollte Kontoauszüge aus dem fraglichen Zeitraum sammeln, die Bank schriftlich auffordern und im Zweifel eine Verbraucherzentrale einschalten. Wichtig: Verjährungsfristen beachten — Ansprüche können verfallen.

Das Wichtigste
→ Zum Originalartikel

Externe Quelle — komerci.de ist kein Affiliate und erhält keine Provision.